Fotografie

Auf der Suche…

Wer neulich mal auf meinem Instagram-Account mainhattanmoments war wird feststellen, dass es hier einige Veränderungen gab. Die offensichtlichste Änderung: Fast alle Bilder sind weg! 

Das hat zum Einen was mit DSGVO zu tun. Ich habe mir dank meiner Rechtsschutzversicherung mal eine Beratung zum Thema Bildrechte und Straßenfotografie geben lassen. Und als Outcome haben ich dann erstmal meine schönsten Bilder gelöscht. Entsprechend hoch war der Frustfaktor nach diesem Telefonat.

Aber das ich diese Bilder runtergenommen hab, hatte auch etwas Positives: Ich habe mir die geposteten Bilder in total noch einmal angeschaut. Und dabei habe ich festgestellt das ich sehr fleißig war im benutzen diverser Einstellungen und Filter. Das Ergebnis war: Jede Menge Bilder mit einer Menge “Styles”. 

Und das warf bei mir die Frage auf (um die ich mich gerne rumdrücke): Was ist eigentlich mein Stil? Nicht das ich die letzten Jahre auf der Suche nach einem eigenen Stil war, zumal die Meinung der mir bekannten richtigen Fotografen relativ eindeutig ist: Einen eigenen Stil zu entwickeln ist so mit Abstand das Schwierigste was man sich als Fotograf aufbürden kann.

Ich bin kein Bruce Gilden, der wildfremden Menschen den Blitz und die Kamera ins Gesicht hält und so einen eigenen Stil entwickelt hat und genauso wenig bin ich eine Diane Arbus die gezielt oft in ihren Bildern Menschen vom Rand der Gesellschaft vor die Linse genommen hat. Die Frage ist also: Was ist mein Stil? Habe ich bereits einen eigenen Stil? Brauche ich überhaupt einen eigenen Stil?

Allein sich diese Frage zu stellen, hat bei mir die Reaktion ausgelöst mir noch einmal alle Bilder meines Accounts einzeln sich anzuschauen. Und das Ergebnis war dann das ich ALLE Bilder gelöscht habe. Nicht weil ich die Bilder per se auf einmal schlecht finde, die Motive waren gut (nach meinem Ermessen), aber das “wie ich etwas zeige” hat nicht mehr zu dem gepasst was ich “warum ich etwas zeige”. Ein bestimmter Ausdruck fehlte mir auf einmal. Ich kann es schwer beschreiben, ich wollte das Bild zeigen…aber anders. Also bin ich zurück in Lightroom, hab mir alle Bilder nochmal vorgenommen und sie mir relativ lange angeschaut. Und dann hab ich angefangen mit Presets zu experimentieren. Bei jedem Bild habe ich ein bestimmtes Motiv im Kopf das ich rausstellen möchte und die Frage lautet nur “Wie schaffe ich das?”. Die einzige Möglichkeit die ich bis dato für mich gefunden habe ist: cropping. Das ich behaupten könnte Fotos so zu schiessen, das ich nicht croppen brauch ist anmaßend und schlichtweg lächerlich. Also bleibt mir nur übrig die Idee von dem Foto später in Lightroom rauszukitzeln. Wenn ich das geschafft hab, das Motiv raus zu arbeiten kommt noch die Frage nach der Darstellung. Ich dachte bis dato ist schwarz/weiß so die beste Art meine Bilder darzustellen. Ich muss aber gestehen, dass ich im Moment sehr viel Gefallen an dieser matten zurück genommenen Optik gefunden habe. Und das ich gerade zuhause rumexperementiere meine bisherigen Bilder in diese Optik zu überführen und dabei auch zu überprüfen, ob die Bilder immer noch das sind, hinter dem ich stehe. 

Am Ende ist dabei nun das raus gekommen, dass man in meinem Account jetzt sieht. Ich will nicht sagen das das jetzt “mein Stil” ist. Das ist es mit Sicherheit (noch) nicht, aber es ist die Art wie ich Bilder zukünftig bearbeite und croppen werde. Ober das jetzt schon ein “Stil” ist wage ich zu bezweifeln, aber es ist eine Richtung in die ich gehen möchte.

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