VORBEREITUNG/BERATUNG

Das Wichtigste vor einem Shooting ist die Vorbereitung. Dazu gehört vor Allem eins: Reden.

Es hilft nichts, wenn ich mit meinen Vorstellungen und Sie/Du Vorstellungen hast und man am Shooting-Tag dann das ersten Mal darüber spricht, was denn die Vorstellungen des jeweils Anderen sind. Daher sollte man sich im Vorfeld mindestens einmal getroffen, telefoniert oder ge-skyped haben. Für mich ist dieses Erstgespräch essentiell um einfach auch einmal zu wissen, was für Wünsche und Erwartungen der/die Gegenüber hat. Hierbei kann ich mir dann auch schon meine ersten Notizen machen, damit man am Shooting-Tag nicht erst diskutieren muss.

Zur Vorbereitung gehört für mich über folgende Themen gesprochen zu haben:

  • Was möchtest Du für Fotos?
  • Möchtest Du unterschiedliche Outfits tragen?
  • Wo soll das Shooting stattfinden?
  • Wann soll das Shooting stattfinden?
  • Wenn man draußen fotografiert, was ist wenn das Wetter schlecht ist? Bis zu welchem Wetter zieht man durch bzw. verschiebt?
  • Was sind no-go´s?
  • Gibt es irgendwas, auf das man als Fotograf achten sollte?

Darüber kann man sich vor dem ersten Kontakt schon einmal Gedanken und Notizen machen.

Wichtiger als das ist aber auch das man sich gegenseitig kennenlernt. Gerade bei Shootings ist Vertrauen eine essentielle Geschichte. Wenn das Modell nicht mit dem Fotografen kann und/oder umgedreht, wird das ein sehr zäher Tag mit einem Ergebnis mit dem selten beide Seiten zufrieden sind. Daher ist mir auch wichtig ein wenig über mich zu erzählen, warum ich fotografiere. Ich erzähl auch über das Equipment mit dem ich fotografiere und wo auch Limitierungen sind.

SPASS!

Das Wichtigste am Shooting Tag ist Spaß zu haben. Das Ganze soll locker ablaufen. Dazu gehört auch das man ein paar Minuten vor dem Termin da ist, damit man nicht so abgehetzt am Treffpunkt ankommt. Freu dich auf das Shooting. Am Ende kommen ein paar schöne Bilder raus, die Du dir aufheben, zeigen und verwenden kannst. Als Fotograf freu ich mich auf jedes Shooting. Gerade weil ich weiß wie sehr schöne Bilder einen bewegen können.

Danach bespricht man nochmal in Ruhe alle Sachen, wie der Tag verlaufen soll, bevor man es ans fotografieren geht.

GESUNDHEIT STEHT ÜBER ALLEM!

Wie damals in der Schule bei Klausuren ist auch die Frage wie es einem geht, etwas das man vorher schnell abcheckt. Es kann immer mal sein, dass man morgens aufsteht und sich nicht wohl fühlt und dann denkt „es geht noch“ und dann vor Ort merkt man erst das es doch nicht geht. Im besten Fall ruft man vorher schon an und sagt das Shooting dann ab, aber ich hab auch kein Problem dann direkt vor Ort das Shooting abzusagen.

Als Fotograf trägt man auch eine Mitverantwortung für das Model. Menschen neigen zu dieser „geht noch“-Mentalität, wenn irgendwas haben will. Aber Gesundheit steht über allem! Wenn auch nur das Gefühl aufkommt, das gesundheitlich irgendwas nicht stimmt wird das Shooting sofort abgebrochen….ohne Diskussion.

PAUSEN

Wichtig sind auch Pausen für trinken und essen. Auch wenn man das als unerfahrene Person nicht weiss, auch vor der Kamera stehen ist anstregend. Bei heißem Wetter sollte man vor allem viel trinken. Daher ist es wichtig immer genug zu trinken dabei zu haben, bzw. irgendwas in der Nähe zu haben, wo man sich mit entsprechenden Getränken versorgen kann. Klingt komisch, aber Traubenzucker dabei zu haben ist immer eine gute Sache. Das gibt schnell Energie, wenn man mal einen kleinen Durchhänger hat.

GENUG WENN´S GENUG IST

Ein Shooting soll Spaß machen, daher wenn der Akku leer ist (also nicht der von der Kamera, dafür sorg ich schon) dann hört man auf, auch wenn vielleicht nicht alle Szenen in der Kamera sind, die man sich vorgenommen hat. Etwas gezwungener Maßen zu machen ist ein No-Go in meiner Welt.

GEGENSEITIGER RESPEKT

Egal ob Model oder Fotograf…wir sind alles Menschen. Und niemand sollte irgendwas machen, wo man sich nicht bei wohl fühlt. Daher ist offen zu reden wichtig. Wenn man irgendeine Pose nicht machen will, dann sollte ein einfaches „Ne, darauf hab ich keine Lust.“ ausreichen.

Umgedreht wenn man als Model gerne mal auch was riskanteres machen will (z.B. sich irgendwie aus dem Fenster lehnen oder sowas) sollte es keine Diskussionen geben, wenn der Fotograf das ablehnt. Als Fotograf hat man auch die Verantwortung für das Model für dessen Gesundheit und Sicherheit. Daher sollte man als Model respektieren, wenn der Fotograf irgendwas ablehnt.