The girl and the goose

Als ich sonntags wieder am Main unterwegs war, ist mir diese junge Dame ins Auge gefallen, die sehr konzentriert die Gans angeschaut hat. Ich kam nicht umhin das mal festzuhalten.

Was mich aber viel mehr faszinierte, kam erst zuhause an meinem PC raus, als ich das Foto in Lightroom offen hatte. Es war nicht die junge Dame oder die Gans…und auch nicht das Bild an sich. Es ist die Macht der Manipulation des Bildes durch den Fotografen. Was ich damit meine versteht man, wenn man sich das Originalbild anschaut.

 

Es gibt ein sehr interesanntes Video von Jamie Widsor zu dem Thema:

Neben der Tatsache, dass es innerhalb kürzester Zeit zu einem der most-liked Bilder in meinem Instagram-Account geworden ist, stellt es eine für mich ebenfalls sehr spannende Frage: Was ist ein Foto? Ist es wirklich das was man sieht, in dem Moment als ich den Auslöser gedrückt habe, oder ist es das was ich daraus gemacht habe damit das seht, was ich euch sehen lassen will? 

Wir kennen Bildbearbeitung alle aus der Mode. Models die teilweise bis ins Extreme gephotoshoped werden, damit sie in der “besten” Art und Weise das Produkt darstellen. Meiner Meinung nach ist das die ekligste Art und Weise die Fotografie zu bieten hat. Es hat nichts mit Menschen zu tun. Der Mensch wird in dieser Art der Fotografie nur als Item gesehen und nach dem Gusto des Modelabels hingebogen. 

Im Normalfall bearbeite ich meine Bilder nicht in dem Umfang. Schon gar nicht manipuliere ich Bilder, da ich Street fotografiere und eigentlich auch das Bild wiedergeben will, was ich sehe. Dieses Bild habe ich als “Versuch” gesehen. Warum? Weil ich in diesem Bild etwas gesehen habe, dass mir das Originalbild in der Form nicht gegeben hat. Ich wollte etwas zeigen. Ich denke, es mir gelungen das aus dem Bild zu holen was in meinem Kopf war. 

Ansel Adams hat mal gesagt “You don´t take a photograph, you make it.”

Und genau das ist es auch was Jamie Windsor in seinem Video versucht zu besprechen. Ich muss sagen: Es funktioniert.